Zeit für Heldinnen und Helden

  • Foto: ver.di Jugend

Warnstreiks in Duisburg

Weit über 800 Auszubildende aus dem öffentlichen Dienst haben sich am 27. März 2014 an der Warnstreikaktion der ver.di Jugend in Duisburg beteiligt.

Bereits in der Nacht des 26. März 2014 haben ehrenamtliche Kollegen_innen ihre Forderungen mit buntem Spray auf die Straße getragen. Hierzu war das „V-Logo mit Blitz“ symbolträchtig, das an Betriebshöfen, Bezirksämtern und Dienststellen gut sichtbar angebracht wurde und so das Stadtbild schmückte.

Unterstützung erhielten die Aktiven durch unsere Superhelden_innen. Am nächsten Morgen überraschten die Kollegen_innen der ver.di Jugend vor dem Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe mit einem riesigen grünen Koloss: dem Comic-Superhelden Hulk.

Er versinnbildlicht die Kampagne „Zeit für Helden_innen", mit der die ver.di Jugend das Interesse der breiten Öffentlichkeit auf sich lenkt. Eindrucksvoll spiegelt Hulk mit seinem Auftreten die Wut der Auszubildenden wieder, bisher kein Angebot der Arbeitgeber in der Tarifauseinandersetzung des öffentlichen Dienstes erhalten zu haben.

Bei bestem Wetter, guter Laune, fetten Beats und mit Unterstützung unserer Superhelden_innen schritt die ver.di Jugend mit Konfetti-Kanonen und eingehüllt in grünem Rauch an der Spitze des Demozugs zum zentralen Kundgebungsplatz, an dem sich über 14.000 Kollegen_innen versammelt hatten.

"Die Arbeitgeber sollen sich endlich bewegen! Wer im Arbeitsalltag immer alles geben soll, der braucht auch eine vernünftige Perspektive", fordert Tim Sturm von der ver.di Jugend, als er von der kleinen Bühne zu den über 14.000 Zuhörer_innen spricht. „Wir wollen 30 Tage Urlaub wie die anderen Beschäftigten auch - und nicht nur 27."

Am allerwichtigsten sei aber der Fortbestand der tariflichen Übernahmeregelung für die Auszubildenden, die Ende Februar 2014 ausgelaufen ist.

Die Kampagne „Zeit für Helden_innen“ steht für die Forderungen 30 Tage Urlaub, unbefristete Übernahme und 100 € mehr Ausbildungsvergütung. Denn schließlich sind die Nachwuchskräfte, von denen im Alltag stets Heldentaten erwartet werden, obwohl sich die Arbeitsbedingungen gerade für diese Altersgruppe ständig verschlechtert.

Bericht: Pierre Reyer