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Schlag ins Gesicht der jungen Generation

  • Foto: ver.di Jugend

Arbeitgeber provozieren in der zweiten Verhandlungsrunde mit unerhörtem Angebot

Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst stellen sich mit ihrem ersten Angebot in der Tarifrunde weiterhin stur. Die ver.di Jugend kündigte daraufhin eine massive Ausweitung der öffentlichen Aktionen an, erste Warnstreiks beginnen in Kürze.

Die Jugendorganisation der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kämpft seit Monaten für eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen und Perspektiven für die junge Generation. Tausende Aktive sind während unserer bundesweiten Kampagne bereits aktiv geworden. Doch am Dienstag, den 12. April 2016, trennten sich die Verhandlungspartner auch in der zweiten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis.

„Was uns gestern angeboten wurde, ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation! Wir sind die Zukunft der öffentlichen Verwaltung, aber das haben unsere Arbeitgeber definitiv nicht auf dem Schirm! Dieses sogenannte Angebot ist einfach nur dreist!“ kommentiert André Zeitler, Vorsitzender der ver.di Jugend, den Verhandlungsstand.

Die Details: Pure Provokation!
Zwar sollen die Übernahmeregelung wieder in Kraft gesetzt, die Unterkunfts- und Verpflegungskosten beim Besuch einer auswärtigen Berufsschule übernommen und pro Ausbildungsjahr ein Büchergeld in Höhe von 50 Euro brutto gezahlt werden.

Auf die Forderung, allen Auszubildenden ebenso wie den Beschäftigten 30 Urlaubstage zu gewähren, sind die Arbeitgeber bisher allerdings gar nicht eingegangen.

Besonders dreist: Die Ausbildungsvergütungen sollen zum 01. Juni 2016 um lediglich 1,0 Prozent und zum 01. Juni 2017 um weitere 2,0 Prozent angehoben werden. Umgerechnet auf das gesamte Jahr 2016 wäre das eine Erhöhung um 0,6 Prozent – das entspricht nicht mal 10 Euro mehr und damit sogar einer Senkung des Reallohns!

Schlicht gesagt: Dieses „Angebot“ ist ein Akt der Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst!

„Wir fragen uns wirklich, wie sich Herr De Maiziere und kommunale Arbeitgeber den öffentlichen Dienst in 15 Jahren vorstellen. Jeder vierte Beschäftigte von heute wird dann in Rente sein und ich kann jeden jungen Menschen gut verstehen, der die Alternativen abwägt und sich für attraktivere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen entscheidet – also gegen den öffentlichen Dienst“, so Zeitler weiter.

Ende der Schonzeit: Wir gehen in die Offensive!
Für 2015 wird mit einem Haushaltsüberschuss von knapp 30 Milliarden Euro gerechnet, wovon auf den Bund 21,5 Milliarden und auf die Kommunen 3,2 Milliarden entfallen. Darüber hinaus wird 2017 ein Steuerplus für die Kommunen von sieben Prozent erwartet.

Dennoch hinken die Vergütungen im öffentlichen Dienst nach wie vor weit hinter der Privatwirtschaft her. Wann, wenn nicht jetzt, soll diese Einkommenslücke geschlossen werden?

Am 28. April kommen Arbeitgeber und Gewerkschaften zur dritten Verhandlungsrunde zusammen. Bis dahin wird ver.di und natürlich auch die Gewerkschaftsjugend ihren Protest gegen die gestrige Provokation massiv auf die Straße bringen.

„Die Schonzeit ist endgültig vorbei, jetzt werden wir richtig unbequem! Wir lassen niemanden mehr auf dem Sofa sitzen. Jede Kollegin und jeder Kollege wird von uns angesprochen. Wir organisieren jetzt auch noch alle, die noch nicht mit uns aktiv geworden sind und zeigen den Arbeitgebern deutlich: Uns MÜSSEN sie ernstnehmen“, kündigt Zeitler an.

Auf die Barrikaden: Jetzt seid ihr gefordert!
Schiebt mit an und beteiligt euch an den kommenden Aktionen und Warnstreiks! Wir können uns nur durchsetzen, wenn jetzt jede und jeder Einzelne von euch in Bewegung kommt! Lasst uns alle zusammen mit Auszubildenden und Beschäftigten den Druck erhöhen und unseren Forderungen Nachdruck verleihen!

Bei Fragen zu unseren Aktionen wendet euch an eure_n Jugendsekretär_in vor Ort oder schreibt uns an jugend@verdi.de.

In unserem Clip zeigen wir euch sechs Schritte, mit denen jede Aktion zum Erfolg wird – gleich mal antesten, gerade jetzt vor der dritten #Troed-Verhandlung am 28. April!

Mehr Infos zur Tarifbewegung 2016 der ver.di Jugend gibt's auf unserem Kampagnenblog.